TT-Gala mit Roßkopf und Grubba

Roßkopf und Grubba verzaubern 400 Zuschauer

 

 

Die ganze Faszination des 40mm-Zelluloidballes erlebten rund 400 Zuschauer in Schimborn. Zu Gast bei der Tischtennis-Gala des TTC Schimborn waren keine geringeren als der beste deutsche Tischtennis-Spieler aller Zeiten, Jörg Roßkopf, und die polnische Tischtennis-Legende Andrzej Grubba. Die Zuschauer kamen voll und ganz auf ihre Kosten und ließen sich von den beiden Vorzeigeathleten verzaubern.


Zunächst durften sich vier Lokalmatadoren mit den beiden Weltklassespielern messen. Grubba, durch eine Fußverletzung gehandicapt, spielte jeweils einen Satz gegen Stefan Ehmes (FC Hösbach) und Jochen Schmitt (DJK Kleinwallstadt) und bestach dabei durch sein unwiderstehliches Ballgefühl. "Rossi" spielte als Erstes gegen den Spitzenspieler des TTC Schimborn, Oliver Rost. Die beiden boten ein tolles Spiel mit spektakulären Ballwechseln. Anschließend musste er gegen Andreas Ball (TTK Würzburger Hofbräu), einem Nachwuchstalent aus der Untermain-Region, ran. Der 16jährige zeigte das Potential, das in ihm steckt, und bot eine couragierte Leistung.


Das absolute Highlight war aber natürlich der Showkampf zwischen Grubba und Roßkopf, der an der Trainerbank von seiner Frau und seinen beiden Töchtern unterstützt wurde. Spektakuläre Ballonabwehr- und Topspin-Duelle, gepaart mit einigen komischen Einlagen, rissen die Zuschauer mehrmals von ihren Sitzen. Grubba spielte dabei u.a. abwechselnd mit der rechten und linken Hand, mit großen, kleinen und ganz kleinen Schlägern ("Chancengleichheit für Rossi" - Zitat Grubba), bestach den Schiedsrichter und präsentierte "Serve-and-Volley" wie im Tennis. Aber auch fußballerische Einlagen waren zu sehen: ein Kopfballduell zwischen den beiden sowie ein Stoppball, von Rossi über dem Tisch gespielt - mit der Fußsohle. Leider knapp vorbei. "Wie die Eintracht", so der Kommentar des leidgeplagten Eintracht-Fans Roßkopf. Als Grubba im zweiten Satz für einen Moment die Luft ausging, musste der Mömbriser Bürgermeister einspringen: Reinhold Glaser zog sein Jackett aus und lehrte dem Weltmeister Roßkopf das Fürchten... Höhepunkt war am Ende des Satzes das Schmetterschlag-Ballonabwehr-Duell, das sich die beiden mit zwei (!) Bällen gleichzeitig lieferten.

 



Am Ende waren alle begeistert und zufrieden, die Autogrammjäger kamen noch auf ihre Kosten und Initiator Toni Stenger vom Veranstalter TTC Schimborn sprach von einem "Gänsehauterlebnis" und lobte auch die menschliche Seite der beiden "Stars zum Anfassen". Ach ja, Rossi war übrigens der sportliche Sieger des Abends: mit 21-19 und 27-25 besiegte er Grubba. Aber das war zweitrangig. Der eigentliche Sieger war der Tischtennissport.

 

 

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